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Das Glück der einfachen Dinge: 10 Mal pure Lebensfreude

Wann fühlen wir uns wirklich glücklich?

Echte Glücksmomente lassen sich für kein Geld der Welt kaufen. Unser Leben ist nämlich nicht deshalb schöner, weil wir Flugreisen an exotische Orte unternehmen, die neueste Smartwatch besitzen oder eine angesagte Sportart betreiben. Im Gegenteil.

 

Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere - dann waren es die ganz einfachen "Abenteuer", bei denen ich mich frei und glücklich gefühlt habe. Zum Beispiel beim Barfußlaufen über die Wiese, beim Beobachten der vorüberziehenden Wolken oder auch bei einem Picknick im Grünen. Es gibt so viele echte Erlebnisse, die uns von innen erfüllen - ohne, dass wir dafür Geld ausgeben müssen. Auch in der Freizeit kann uns Minimalismus wahre Glücksmomente abseits vom Konsum bescheren.

 

Für diesen Beitrag habe ich einige Ideen für echte Glücksmomente gesammelt. Sie sollen dazu inspirieren, die einfachen Dinge wieder mehr zu schätzen und ins pure Leben einzutauchen. Mir selbst schenken sie immer wieder wundervolle Augenblicke und Stunden.

10 einfache und unvergessliche Erlebnisse

  1. Den Sonnenaufgang beobachten: Im ersten Moment erscheint es vielleicht nicht so attraktiv, in aller Frühe aufzustehen, aber es lohnt sich auf jeden Fall! Denn gerade die Zeit direkt vor und nach dem Sonnenaufgang hat eine ganz besondere Magie. Die Geräusche und Gerüche, das Zwitschern der Vögel - alles ist voller Versprechen auf den kommenden Tag. Man kann gar nicht anders, als sich frei und glücklich zu fühlen. Setze dich draußen an einen schönen Ort und genieße den Moment, wenn die Sonne langsam am Horizont emporsteigt und der Tag erwacht.

  2. Ein Picknick im Grünen: Picknicken hat etwas wunderbar Nostalgisches. Mitten in der Natur eine Picknickdecke auszubreiten und in aller Ruhe das mitgebrachte Essen zu genießen, das ist pure Entschleunigung. Übrigens wurde der Picknickkorb im 19. Jahrhundert in Großbritannien erfunden - darin enthalten waren klassischerweise Silberbesteck, Porzellangeschirr sowie eine Decke. Außerdem ein tragbares Kochgerät zum Zubereiten von Tee (dafür gibt es heute zum Glück die Thermoskanne). Und diesen Tipp für ein gelungenes Picknick gab das Chamber´s Journal in seiner Ausgabe vom 6. Juni 1857: "Eine Picknickgesellschaft sollte vornehmlich aus jungen Männern und Frauen bestehen; zwei oder drei alte Mannspersonen können jedoch zugelassen werden, wenn sie sehr gut gelaunt sind; ein paar angenehme Kinder; und eine - nur eine - liebe alte Dame, der die Gesellschaft zuvor tunlichst die Überwachung der Organisation anvertraut und ihr diesbezüglich diktatorische Vollmachten übertragen hat..."(Quelle: Die Zeit, Nr. 28/1992)

  3. Die eigene Region erwandern: Wandern ist ein elementares Naturerlebnis, das uns entschleunigen und im Jetzt ankommen lässt. Den ganzen Tag draußen unterwegs sein, Proviant im Rucksack mitnehmen - das macht uns bewusst, wie wenig wir wirklich brauchen, um glücklich zu sein. Und es muss auch nicht immer die spektakuläre Gebirgstour sein, zu der man erst einmal Stunden mit dem Auto unterwegs ist. Die meisten von uns kennen die Natur vor der eigenen Haustüre noch gar nicht wirklich. Also einfach mal eine Brotzeit einpacken und von Zuhause aus loswandern.

  4. Auf Spurensuche im Wald und auf Wiesen gehen: Die Natur hat so viel Schönes und Faszinierendes zu bieten. Meistens nehmen wir die kleinen Wunder am Wegesrand aber gar nicht wahr. Wie wäre es, das nächste Mal ganz bewusst auf die Pflanzen und Tiere im Wald und auf der Wiese zu achten - und mit einem guten Bestimmungsbuch herauszufinden, was man da gerade gesehen hat. Natürlich ohne die Pflanzen zu pflücken, zu beschädigen oder die Tiere zu stören. Das ist übrigens auch ein wunderbares Erlebnis, wenn man mit Kindern unterwegs ist.

  5. Barfuß laufen: Ich erinnere mich, wie sehr ich es als Kind geliebt habe, im Sommer auf nackten Füßen durch den Garten zu düsen. Dabei habe ich mich frei und glücklich gefühlt. Warum also nicht auch als Erwachsene öfter mal auf Schuhe und Socken zu verzichten? Wenn wir barfuß unterwegs sind, lernen wir wieder achtsam hinzufühlen. Was für eine Art Boden ist es? Ist er hart oder weich, rau oder glatt? Bewusstes Barfußlaufen schult unseren Tastsinn und die Achtsamkeit.

  6. Wolken beobachten: Ja, auch so etwas Simples kann glücklich machen. Einfach nur auf der Wiese liegen und dabei zuschauen, wie die Wolken vorüberziehen - das kann ich jedem empfehlen, der im Alltag oft gestresst ist. Besser als jede Meditation. Und wer erinnert sich nicht, wie er als Kind in den Wolken Fabelwesen wie Drachen und andere wilde Formen erkannt hat.

  7. Im Regen spazieren gehen: „Die Kunst des Lebens besteht darin, im Regen tanzen zu lernen, anstatt auf die Sonne zu warten.“ so ein bekanntes Sprichwort. Dem kann ich nur zustimmen. Es muss nicht immer Sonnenschein sein. Gerade ein Spaziergang bei Regenwetter lehrt uns, die Natur viel achtsamer wahrzunehmen - die Tropfen auf dem Gesicht zu spüren, den Geruch feuchter Erde einzuatmen, dem wilden Rauschen eines Baches zuzuhören. Und auch Wildtiere bekommt man an Regentagen häufiger zu Gesicht, denn es herrscht Ruhe im Wald und sie wagen sich eher hinaus.

  8. Beeren sammeln (und gleich vom Strauch naschen): Das habe ich als Kind auch geliebt - in den Wald gehen und Beeren sammeln. Es ist einfach eine wunderschöne Erfahrung, seine Nahrung direkt aus der Natur zu beziehen. Vielleicht geht ihr auch mal auf Entdeckungstour nach Brombeeren, Himbeeren und Co.?

  9. Einen Abend nur bei Kerzenschein verbringen: Ein ganz besonderes Erlebnis ist es, einen Abend nur bei Kerzenschein zu verbringen und bewusst auf das bequeme elektrische Licht zu verzichten. Natürlich sollten dann auch Fernseher, Computer etc. ausbleiben. Denn fernab von Medien und modernem Luxus kann man sich mal wieder richtig Zeit füreinander nehmen und zum Beispiel tiefgehende Gespräche zu führen. Auch diese Erfahrung bringt uns wieder näher zu uns selbst und lehrt uns, achtsam den Moment zu genießen. Und ein Hauch von Abenteuer ist auch dabei.

  10. Pferde beobachten: Das ist pures Glück. Sich zu Pferden auf die Weide setzen und einfach beobachten - ohne Agenda oder Ziel. Die Ruhe der Herde auf sich wirken lassen. Genießen, wenn die sensiblen Tiere auf sanfte Weise Kontakt aufnehmen. Und das ist nicht nur etwas für Pferdemenschen.
Wandern, Wandertour, Entschleunigung
Wandern sorgt für echte Glücksmomente. Bild: Pexels, Pixabay

Diese Liste lässt sich natürlich noch endlos fortsetzen. Welche einfachen Erlebnisse würdet ihr der Sammlung noch hinzufügen? Schreibt es mir gerne in den Kommentaren.

 

Blogparade #sonntagsglück

Mit diesem Beitrag nehme ich an der wundervollen Blogparade #sonntagsglück von soulsister meets friends teil.

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Kommentare: 4
  • #1

    Anke-Maria (Montag, 29 April 2019 09:46)

    -Im See baden, auch oder gerade wenn es dafür vielleicht eigentlich noch zu kalt erscheint
    -Sich unter einen großen Baum ins Gras legen und durch die Blätter in den Himmel schauen
    _Vollmondspaziergang
    -Lagerfeuer
    -aus Lehm/Ton etwas mit den eigenen Händen formen
    -mit Wasserfarben malen - am besten auf feuchtem Papier

  • #2

    Stine (Montag, 29 April 2019 09:56)

    ich fasse zusammen: draußen sein macht Dich und mich glücklich...

  • #3

    Alexandra (Montag, 29 April 2019 13:49)

    Liebe Anke-Maria,

    vielen Dank für deine wundervollen Ideen. Den Vollmondspaziergang werde ich bei nächster Gelegenheit gleich ausprobieren. Und Lagerfeuer gehören unbedingt auch auf die Liste.

    Liebe Grüße,
    Alexandra von Hof Eulengrund

  • #4

    Alexandra (Montag, 29 April 2019 13:52)

    Hallo Stine,

    ja, das fasst es wirklich perfekt zusammen. Draußen bin ich einfach immer glücklich :-)

    Liebe Grüße,
    Alexandra von Hof Eulengrund