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Nachhaltigkeit im Urlaub: 7 engagierte Nachhaltigkeits-Blogger/-innen geben Tipps.

Urlaub und Nachhaltigkeit - wie passt das zusammen?

Wer es wirklich ernst meint mit einem nachhaltigen Leben, kommt am Thema Urlaub nicht vorbei. Aber wie genau passen eine umweltbewusste Einstellung und die Reiseplanung zusammen? Das wollte ich von 7 engagierten Nachhaltigkeits-Bloggern/-innen wissen. Sie verraten uns, wie sie ihren Urlaub gestalten und welche konkreten Tipps sie für uns haben. Eines schon vorweg: Ein erholsamer und gelungener Urlaub muss nicht auf Kosten der Umwelt gehen.

 

Ich bedanke mich bei allen ganz herzlich fürs Mitmachen!

Christof: "Mein Tipp für Reisen mit mehr Nachhaltigkeit ist ganz einfach: Weniger ist mehr."

Wie gestaltest Du deinen Urlaub nachhaltig?
"Meine Urlaube verbringe ich beim Fernwandern in Deutschland, den Alpen und Europa. Das ermöglicht mir, ein paar nachhaltige, entschleunigte und naturnahe Wochen zu verbringen. Ich reise ohne Stress mit dem Bus oder der Bahn an und am Ziel wieder zurück. Alles, was ich benötige, passt in einen 32-Liter-Rucksack. Unterwegs nehme ich keine Transportmittel, weil ich jeden Meter gehe. Ich übernachte in einfachen Berghütten, Herbergen oder Pensionen. Zuhause wie auf Reisen ernähre mich vegan und soweit möglich aus saisonalen, regionalen und biologisch angebauten Lebensmitteln. Auch bei der Wahl meiner Outdoor-Ausrüstung achte ich auf Langlebigkeit und Nachhaltigkeit."

 

Welche Tipps für einen nachhaltigen Urlaub kannst Du anderen mit auf den Weg geben?
"Mein Tipp für Reisen mit mehr Nachhaltigkeit ist ganz einfach: Weniger ist mehr! Weniger mitnehmen, weniger weit verreisen, weniger planen, weniger anschauen, weniger rumfahren, weniger Action, weniger Souvenirs, weniger Tierliches essen ... Das führt ganz von selbst zu mehr Nachhaltigkeit, Entschleunigung, Achtsamkeit, Ruhe, Klarheit, Kraft und Zufriedenheit. Warum nicht mal in Deutschland bleiben und eines unserer schönen Mittelgebirge per pedes oder auf dem Fahrrad erkunden? Schon Goethe erkannte: "Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah." Konsequent zu Ende gedacht, spricht das für einen Urlaub auf Balkonien."

 

Christof schreibt auf seinem Blog Einfach Bewusst über die Themen Minimalismus, Nachhaltigkeit, vegane Ernährung und Wandern.

Ilona: "Für uns ist Langsamkeit der wahre Luxus beim Reisen."

Wie gestaltet ihr euren Urlaub nachhaltig?

"Wir machen selten Urlaub im herkömmlichen Sinne, weil wir das Geld lieber in Projekte stecken, mit denen wir etwas in der Welt bewegen können (wie zum Beispiel die Konferenz für eine bessere Welt oder die Online-Akademie "Und jetzt retten WIR die Welt"). Außerdem haben wir einen großen Garten und wohnen am Rande eines Naturschutzgebietes - wir fühlen uns also die ganze Zeit so, als würden wir an einem Ferienort wohnen. Wenn wir wegfahren, dann entweder, weil wir eine Weiterbildung machen (gerne zum Beispiel in einem Öko-Dorf oder einer Gemeinschaft), oder weil wir einfach nur die Seele baumeln lassen wollen. Dann fahren wir meist nicht weit –-mit dem Zug in die Lüneburger Heide oder an die Ostsee. Dort wandern wir, radeln, liegen in der Sonne und lesen oder sind kreativ."

 

Welche Tipps für einen nachhaltigen Urlaub könnt ihr anderen mit auf den Weg geben?

"Für uns ist Langsamkeit der wahre Luxus beim Reisen. Es kommt uns nicht darauf an, möglichst schnell - möglichst weit weg - in möglichst exotische Länder zu kommen. Wir fliegen zum Beispiel schon seit Jahren nicht mehr. Vielmehr ist es uns wichtig, in eine innerliche Urlaubsstimmung zu kommen. Und dafür ist es das Wichtigste, dass wir uns für alles so viel Zeit lassen können, wie wir wollen. Deshalb kommt es uns nicht auf spektakuläre Ereignisse, Sehenswürdigkeiten oder Erlebnisse an. Vielmehr schätzen wir es, den kleinen, scheinbar unbedeutenden Dingen unsere Aufmerksamkeit zu schenken und uns daran zu freuen. Wir haben gelernt: Je genauer wir hinschauen, desto wunderbarer sind die Kleinode direkt vor unserer Nase. Doch die sieht man eben erst, wenn man im Schneckentempo vorgeht. Sich dafür Zeit zu lassen, ist reinster Luxusurlaub. Und das können wir jedem und jeder empfehlen."

 

Ilona und Marek inspirieren uns auf Ihrem Blog Für eine bessere Welt und auf Fairnomics dazu, die Welt zum Positiven zu verändern - und zeigen dabei ganz konkret, wie wir uns gemeinsam mit anderen für mehr Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit etc. engagieren können.

Anne: "Ich finde es spannend, zu versuchen, die nachhaltigen Lebensgewohnheiten auch im Urlaub umzusetzen."

Wie gestaltest Du deinen Urlaub nachhaltig?
"Ich bringe im Urlaub meine umweltbewusste Denkweise von Zuhause mit. Auch am Urlaubsort versuchen wir, so wenig Müll wie möglich zu produzieren und erkunden dafür lokale Märkte und Bioläden für unseren Einkauf. Dabei entdeckt man sowieso die besten Früchte, Gemüsesorten und andere Speisen des Landes. Wir reisen mit minimalistischem Gepäck und bevorzugt mit der Bahn, haben unsere Wasserflaschen, ein paar Baumwollsäckchen, eine Edelstahldose und ein Besteckset für unterwegs dabei - und sparen so eine Menge Geld, Zeit, Müll und Ressourcen. Ein Stück Olivenölseife verwenden wir zum Duschen, Haare waschen, Rasieren und manchmal auch zum Geschirr spülen oder zur Handwäsche eines Kleidungsstücks. Wir machen lieber länger an einem Ort Urlaub als mehrere Kurztrips. Geflogen sind wir das letzte Mal vor 3 Jahren. Uns ist es wichtiger, unsere gemeinsame Zeit zu genießen und Land und Leute kennenzulernen, als eine Sightseeingliste abzuhaken. Dieses Jahr haben wir unseren 15-tägigen Familienurlaub in Meran verbracht und waren sehr angetan von der Landschaft und unseren fürsorglichen Ferienwohnungs-Vermietern.

 

Welche Tipps für einen nachhaltigen Urlaub kannst Du anderen mit auf den Weg geben?
"Jeder Urlauber sollte seinen Urlaubsort so behandeln, wie er es sich von anderen wünscht, die in seiner Heimat Urlaub machen. Zum Beispiel nicht unnötig Wasser, Strom und andere Ressourcen verschwenden, die Kultur und Menschen vor Ort achten und lokale Läden und Restaurants unterstützen. Ich finde es spannend, zu versuchen, die nachhaltigen Alltagsgewohnheiten auch im Urlaub umzusetzen. Das führt oft zu sehr interessanten Gesprächen und zu mehr Verständnis für einander und für unsere gemeinsame Umwelt."

 

Anne schreibt auf ihrem Blog Grüner Alltag über einen minimalistischen, bio-veganen, zero waste Lebensstil, der sich im Alltag einer Familie umsetzen lässt. Ihr Motto: Lasst uns gemeinsam etwas bewegen, ohne auf Politik und Wirtschaft zu warten!

Lucy: "Für mich ist einer der wichtigsten Aspekte - im Urlaub wie zuhause - die Ernährung, weil durch die Massentierhaltung nicht nur die Tiere zu leiden haben, sondern auch die Umwelt extrem belastet wird."

Wie gestaltet ihr euren Urlaub nachhaltig?

 "Wir gehen am liebsten zelten - zum einen, weil wir dabei mitten in der Natur leben können und zum anderen, weil es so herrlich minimalistisch ist. Beim Zelten wird mir immer wieder bewusst, wie wenig man eigentlich braucht, um glücklich zu sein. Ein schlichter Topf und ein Suppenlöffel reichen, um das leckerste Essen inmitten der Natur zu kochen. Wenn wir nach dem Urlaub wieder zuhause sind, bin ich immer wieder überrascht, wie viele Dinge wir eigentlich gar nicht brauchen... und was für ein Luxus ein weiches Bett oder eine heiße Dusche bedeuten können. ;)"

Welche Tipps für einen nachhaltigen Urlaub könnt ihr anderen mit auf den Weg geben?

"Für mich ist nach wie vor einer der wichtigsten Aspekte - im Urlaub wie zuhause - die Ernährung, weil durch die Massentierhaltung nicht nur die Tiere zu leiden haben, sondern auch die Umwelt extrem belastet wird. (Hier mehr dazu: Warum ich vegan lebe.)  Die Dokumentation "Cowspiracy" fasst das sehr schön zusammen. Also warum nicht mal testweise eine vegane Woche im Urlaub einlegen und die freie Zeit nutzen, um neue Rezepte auszuprobieren und von der Vielfalt der pflanzlichen Küche zu kosten? Gerade beim Zelten ist das toll, weil pflanzliche Lebensmittel meist nicht so schnell verderben und auch mal eine Zeit lang ohne Kühlung auskommen. Ansonsten kann man viel Müll und Geld sparen, wenn man sich morgens ein kleines Proviantpaket und genügend Wasser einpackt, statt sich unterwegs zu versorgen. Im Ausland würde ich darauf achten, dass euer Geld auch im Reiseland ankommt - etwa, indem ihr einen örtlichen Reiseleiter beauftragt oder den Markt gegenüber großen Ketten bevorzugt. So erfährt man auch viel mehr über das Land und lernt es von seiner ursprünglichen Seite kennen."

Lucy und Daniel von der Akademie der Weltretter möchten Menschen für einen nachhaltigen Lebensstil begeistern, indem sie ihnen leicht in den Alltag integrierbare Möglichkeiten aufzeigen, die ihr Leben besser machen, die Natur schützen und das Wohlergehen und Glück anderer Lebewesen fördern.

Marina: "Ich denke, es lohnt sich, sich vorher wirklich Gedanken zu machen, was man überhaupt möchte, anstatt einfach ein billiges Last-Minute-Angebot zu nehmen..."

Wie gestaltest Du deinen Urlaub nachhaltig?

 "Zum einen verzichte ich komplett auf Kreuzfahrten. Ich finde, diese Form des Urlaubs ist in keiner Weise zu rechtfertigen - abgesehen von den Umweltschäden, die Kreuzfahrten verursachen, sieht man nicht wirklich was von Land und Leuten. Immerhin ist man nur immer wenige Stunden vor Ort, hetzt von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit und auf mich wirken die Kreuzfahrtteilnehmer eher immer gestresst als erholt und entspannt. Ich versuche, auf Flugreisen zu verzichten. Falls ich doch eine mache, achte ich darauf, dass ich dann wenigstens vier Wochen im Land bin und nicht für einen Wochenendtrip irgendwohin fliege.

 

Grundsätzlich bevorzuge ich Wanderurlaube. Sich langsam fortzubewegen und große und kleine Erlebnisse am Wegesrand zu erleben, das sind für mich die Urlaubserlebnisse, bei denen ich mich erhole und an die ich mich lange erinnere. In der Natur sammele ich herumliegenden Müll und entsorge ihn abends, wenn ich zurück in die Unterkunft komme. Ich bin vegan unterwegs und auch bei der Kosmetik, die ich mitnehme, achte ich darauf, dass es sich um vegane Naturkosmetik handelt. Meinen Kosmetikbedarf habe ich drastisch auf das Notwendigste reduziert und auf Reisen nehme ich Shampoos etc. in fester Form mit. Das spart Müll und Gepäck. Außerdem habe ich, um Plastikmüll zu vermeiden, eine Trinkflasche aus Edelstahl mit dabei und Reisebesteck, Stofftaschentücher. Für den Fotoapparat aufladbare Batterien und Akkus. Eingekauft wird vor Ort nur mit dem Rucksack und mitgebrachten Tragebeuteln und Dosen. Natürlich versuche ich auch vor Ort Plastikprodukte zu vermeiden. Früher habe ich für den Urlaub unheimlich viel mitgenommen. Heute packe ich nur das Nötigste ein. Lesestoff in Form von Büchern tausche ich. Souvenirs, wenn ich denn welche kaufe, sollten regional hergestellt sein oder Second Hand."

 

Welche Tipps für einen nachhaltigen Urlaub kannst Du anderen mit auf den Weg geben?

"Ich denke, es lohnt sich, sich vorher wirklich Gedanken zu machen, was man überhaupt möchte, anstatt einfach ein billiges Last Minute-Angebot zu nehmen bzw. den Preis entscheiden zu lassen. Was ist mir im Urlaub wichtig? Wie kann ich mich am besten erholen und entspannen? Welche Orte möchte ich unbedingt sehen und warum? Muss es die Flugreise sein oder wäre auch ein Urlaub mit der Bahn möglich? Inwiefern beeinträchtigt meine Reise die Menschen und die Natur vor Ort?

 

Auf der anderen Seite finde ich, manchmal sind die tollsten Urlaube diejenigen, die wenig geplant sind und der Zufallsfaktor einem die tollsten Erlebnisse beschert. Einfach vor der eigenen Haustüre loswandern oder mit dem Rad losfahren. In den ersten Zug steigen, der abfährt oder ähnliche Aktionen bringen in der Regel viel Spaß und man entdeckt Menschen und Regionen, denen man sonst vielleicht keine Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Manchmal kostet das auch Nerven, aber im Grunde genommen überwiegen die positiven Erfahrungen. Ans Herz legen kann ich jedem das Buch "FAIRreisen" von Frank Herrmann. Dieses Buch nehme ich immer wieder gerne in die Hand. Dazu gibt es auch ein Video auf meinem Blog."

 

Marina vermittelt auf ihrem Blog VE LOVÉ Spaß an veganem Essen und nachhaltigem Leben! Dabei geht es nicht ums Verzichten, sondern darum Neues dazuzugewinnen.

Rachel: "Einen Urlaub nachhaltig zu gestalten, bedeutet für mich auch, dass ich meinen Fußabdruck auch im Urlaub vor Augen habe und nicht einfach ausblende"

Wie gestaltest Du deinen Urlaub nachhaltig?

"Zur nachhaltigen Gestaltung meines Urlaubs zählt ja nicht erst der Weg, sondern schon meine gedankliche Vorplanung. Die Frage, was brauche ich? Wozu möchte ich diesen Urlaub nutzen? Was ist dafür nötig? Aus der Vergangenheit weiß ich, dass diese Fragestellungen bei uns oft damit kollidierten, dass schon sehr früh klar war, wohin es gehen sollte. Da soll es hin, das ist das Ziel. Da will ich entspannen, Abstand gewinnen, neue Menschen kennenlernen und Kulturen entdecken. Ob jedoch die Wahl des Urlaubsziels dazu passt, sei dahingestellt.

Einen Urlaub nachhaltig zu gestalten, bedeutet für mich auch, dass ich meinen Fußabdruck auch im Urlaub vor Augen habe und nicht einfach ausblende. Wir fliegen daher nicht mit dem Flugzeug. Und ja, wahrscheinlich werden wir deswegen große Teile der Welt nicht sehen. Stattdessen wird auch im Urlaub viel gelaufen, Rad gefahren oder das Auto als Transportmittel genutzt. Auch im Urlaub versuchen wir, so viele Verpackungen wie möglich einzusparen. In Ländern, in denen wir nicht heimisch sind, herauszufinden, wo ich unverpacktes Gemüse oder Milch in Glasflaschen erhalte, finde ich aktuell immer noch herausfordernd. Aber wie sollte das auch anders sein, wenn ich daran denke, wie lange es hier in meiner Heimat gedauert hat, herauszufinden, wo ich was erhalte, um Müll einzusparen und mir ein entsprechendes Netzwerk aufzubauen."

 

Welche Tipps für einen nachhaltigen Urlaub kannst Du anderen mitgeben?

"In Sachen Urlaubsplanung sind wir alle irgendwie Kinder unserer Zeit und entsprechend sozialisiert. Inzwischen gilt es als völlig normal, die Welt zu erkunden, mit dem Flugzeug sonst wohin zu jetten und, solange es unser ausschweifender Lebensziel möglich macht, diesen Planeten zu entdecken.

 

Eine Handvoll Tipps:

  • Sich die Frage stellen, wozu der Urlaub dienen soll: Abenteuer oder Auszeit? Und welcher Ort passt dazu?
  • Mit Bus und Bahn anreisen, sofern das möglich ist
  • Das Leben spielt sich vor der Haustür ab. Vielleicht geht es darum, die nächste Nacht auf dem Garagendach zu schlafen und in einen benachbarten See zu springen oder die Schuhe anzuziehen und mit Rucksack und Schlafsack loszuziehen.
  • Die Umgebung nach Hofläden etc. absuchen
  • Müll einsparen
  • Am Strand, im Wald einen Müllbeutel dabei haben und Müll einsammeln, den die anderen verloren haben

Im Blogartikel Nachhaltig reisen. Mit Kind, Zelt und Reiswaffel habe ich ein paar meiner Gedenken zu diesem Thema zusammengefasst."

 

Rachel von mamadenkt möchte die Welt fair:ändern und schreibt auf ihrem Blog über Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse zu Nachhaltigkeit Minimalismus und Achtsamkeit, Verantwortung und ZivilCourage.

Anja: "Bei der Wahl deiner Unterkunft kannst du schon darauf achten, ob in dieser nachhaltig gehandelt wird."

Wie gestaltest Du deinen Urlaub nachhaltig?

"Ich mache gerne Kurzurlaube im eigenen Land - da gibt es noch viel zu entdecken. Diesen Sommer machen wir im Harz Urlaub und übernachten auf einem Zeltplatz. Meist sind wir als Familie mit dem Auto unterwegs. Wenn es möglich ist, nutzen wir auch öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn. Flugreisen ins Ausland lassen sich bei uns nicht komplett vermeiden, da wir die Familie meines Freundes in Namibia regelmäßig besuchen. Hier besteht die Möglichkeit, die Flugreise zu kompensieren und Klimaschutzprojekte weltweit zu unterstützen. Wenn ich an Nachhaltigkeit beim Reisen denke, dann nicht nur an die ökologische. Ich denke auch an die Nachhaltigkeit der Eindrücke. Das heißt, ich reise nicht nur, um anzukommen. Es ist nicht wichtig alle Sehenswürdigkeiten auf einer Liste abzuhaken. Ob meine Reise für mich tiefgründig war, entscheidet eher die Qualität der Erlebnisse als die Quantität.

 

Welche Tipps für einen nachhaltigen Urlaub kannst Du anderen mit auf den Weg geben?

Bei der Wahl deiner Unterkunft kannst du schon darauf achten, ob in dieser nachhaltig gehandelt wird. Wenn du es dir zutraust, kannst du auch mal in einem Zelt übernachten. Das wäre am ökologischsten und du verbrauchst kaum Ressourcen. Wichtig ist dabei, dass du dir Plätze suchst an denen Zelten erlaubt ist und, dass du keinen Abfall hinterlässt. Vermeide große Hotel- und Restaurantketten. Wohne und esse möglichst bei Einheimischen. Oder wohne in lokal geführten Hotels und Pensionen. Achte bei Unterkünften auf Nachhaltigkeitssiegel. Vermeide Tourismusattraktionen wie inszenierte Tierschauen (Delfinarien, Walbeobachtungen) und integriere stattdessen Schutzprojekt-Besuche in deinen Urlaub und beobachte die Tiere in Ruhe. Noch mehr über Slow Travel und wie du nachhaltiger und wertschätzender reisen kannst erfährst du hier.

 

Anja ist Umweltingenieurin und Nachhaltigkeitsfan und gibt auf ihrem Blog Umweltgedanken konkrete Tipps, wie wir bewusster leben und die Umwelt schützen können.

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Kommentare: 4
  • #1

    Meike (Donnerstag, 20 Juni 2019 13:54)

    Wirklich gute Anregungen �. Ich finde es total wichtig, im Urlaub das Thema Nachhaltigkeit nicht komplett auszublenden. Auf Flugreisen verzichte ich zum Beispiel seit Jahren und fahre ohnehin nicht weit weg. Bei uns gibt es auch so schöne Ecken. Danke für den schönen Artikel. Liebe Grüße, Meike

  • #2

    Alexandra (Donnerstag, 20 Juni 2019 15:01)

    Liebe Meike,

    herzlichen Dank für dein positives Feedback. Ich glaube auch, dass wir uns alle unseres ökologischen Fußabdrucks bewusster werden sollten - und da gehört der Urlaub eindeutig dazu. Wie du es so treffend schreibst - für einen schönen Urlaub muss man gar nicht weit weg. Vor der eigenen Haustüre gibt es so wundervolle Flecken (die viele gar nicht kennen, weil sie lieber Fernreisen unternehmen).

    Liebe Grüße,
    Alexandra, Hof Eulengrund

  • #3

    Christof (Sonntag, 21 Juli 2019 10:38)

    Liebe Alexandra,

    vielen Dank für Dein Engagement und schön, dass ich bei diesem Round-up-Post mitmachen durfte. Mit viel Interesse habe ich die anderen Beiträge gelesen. Bei jedem habe ich zumindest einen Gedanken mitgenommen, z. B. "Das Leben spielt sich vor der Haustür ab."

    Viele Grüße aus Nürnberg

    Christof

  • #4

    Alexandra (Montag, 22 Juli 2019 06:36)

    Lieber Christof,

    vielen Dank an dich, dass du mitgemacht hast. Die unterschiedlichen Ansichten und Anregungen haben mich auch sehr inspiriert. Eines meiner Haupterkenntnisse lässt sich im bekannten Sprichwort zusammenfassen: "Warum in die Ferne schweifen..."

    Viele Grüße,
    Alexandra, Hof Eulengrund